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    Mabuni Kenwa, Shito Ryu

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    Tani Chojiro und Mabuni Kenwa

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    Karate

Karate

Karate (jap. 空手, „leere Hand“) hat sich in Okinawa entwickelt. Weil es der Bevölkerung von Okinawa lange Zeit nicht erlaubt war, Waffen zu tragen, musste sie effektive Methoden zur Selbstverteidigung entwerfen. Daher wurde die einheimischen Kampfkunst „Te“ ( jap. 手) mit ausgewählten Techniken des Shaolin Kung Fu kombiniert und ursprünglich „Tode“ (jap. 唐手) genannt. Tode wurde lange nur im Geheimen weitergegeben. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es von einigen okinawanischen Meistern, besondern Funakoshi Gichin (Shotokan) und Mabuni Kenwa (Shito Ryu) nach Japan gebracht und dort unter dem Namen Karate verbreitet.

Kobudo

Zusätzlich zum waffenlosen Kampf wurde auch der Umgang mit landwirtschaftlichen Geräten (z.B. Nunchaku, die ursprünglich Dreschflegel waren) gelehrt. Diese waren mit dem richtigen Training ebenfalls als Waffen einsetzbar, fielen aber nicht unter das Waffenverbot. Die Verwendung dieser Waffen wird heute meist unter dem Begriff Kobudo gelehrt, welches unter anderem Nunchaku, Tonfa, Sai und Bo umfasst.

Shito Ryu Karate

Shito Ryu Karate wurde von Meister Mabuni Kenwa (1889 Shuri, Okinawa – 1952 Tokio, Japan) begründet. Er war Schüler von zwei der bekanntesten Meistern, Itosu Yasutsune (Shorin Ryu) und Higashionna Kanryo (Shorei Ryu), zu denen er ein enges Verhältnis hatte. Deshalb versuchte er im Shito Ryu die Stile seiner Lehrer zu vereinen. Durch sein langjähriges Training wurde Mabuni Kenwa selbst zu einem der größten Experten für die Kata, der traditionellen Formen im Karate. Zeit seines Lebens war er ein Vertreter des traditionellen Karate, welches die Selbstverteidigung und die Charakterentwicklung des Übenden betont. Weiter war er, neben Funakoshi Gichin (Shotokan), einer der ersten Meister aus Okinawa, der Karate in Japan einführte und begann, an Universitäten zu lehren.

Shukokai Shito Ryu

Tani Chojiro (1921-1998) hat mit dem Training an der High school begonnen und während seines Studiums an der Doshisha Universität von Meister Mabuni Kenwa gelernt. Nach vielen Jahren des beständigen Trainings wurde ihm dann von Meister Mabuni erlaubt, seinen eigenen Stil zu gründen. Diesen nannte er Shukokai (jap. „Weg für Alle“), welcher konsequent um das Studium der menschlichen Körpermechanik aufgebaut ist. Daher wird viel Wert auf eine moderne, wissenschaftliche Herangehensweise gelegt. So begünstigen die hohen Stände die Mobilität während die doppelte Hüftdrehung die Schlagkraft verstärkt. Der durchdachte Ansatz macht Shukokai zu einem schnellen und praktischen Stil, der daher auch auf unnötige Akrobatik verzichtet.

Masataka Ohshita

Karate Masataka Ohshita
Mag. Masataka Ohshita, 10. Dan

Masataka Ohshita wurde 1956 in Japan geboren und begann im Alter von 9 Jahren mit dem Judo. Danach wechselte mit 16 Jahren zum Karate wo er unter Mimoto Teruo Sensei, 10. Dan, einem direkten Schüler von Tani Sensei trainierte. Er setzte das Training während seiner Studienzeit an der Universität fort und erwarb auch in anderen Kampfkünsten hohe Graduierungen. Nach seinem Studienabschluss widmete er sich der Kampfkunst. Derzeit ist er der technische Direktor der International Shito Ryu Karatedo Union (ISKU) und lebt in Wien, wo er Karatedo und Iaido unterrichtet. Im Jahr 2019 wurde ihm von Teruo Mimoto Sensei der 10. Dan und auch der Titel Soke verliehen.

Wettbewerbe

Masataka Ohshita kann auf viele sportliche Erfolge zurückblicken. So war er unter anderem 1981 Kumite Champion der offenen Gewichtsklasse in Alaska, USA, danach gewann er 1989 die „All Japan“ Shito Ryu Karatedo Union“ Meisterschaften in Japan. Schließlich wurde er 1991 „All Japan Karate Champion“ in der Disziplin Kata. Weiter wurde er im Jahr 2005 Weltmeister im Shito Ryu Karate in Paris, Frankreich.

Graduierungen

  • 10. Dan Shito-Ryu Kensei-kan
  • 9. Dan Shito-Ryu Karatedo Seishin-kan
  • 8. Dan Austria Karate Federation
  • 7. Dan Japan Karate Federation
  • 7. Dan Iaido – Muso Jikiden Eishin-ryu‘Suirei-kan
  • 3. Dan All Japan Kendo Federation
  • 3. Dan Nippon Kenpo
  • 2. Dan Judo
  • M. Ed. (Master of Arts in Education)

Berufliche Erfahrung

Bereits seit 40 Jahren unterrichtet Ohshita Sensei Karate in Japan, den USA und Europa. Während dieser Zeit hat er auch Seminare in den USA, Deutschland, Österreich, Frankreich, England, Polen, Sri Lanka und dem Iran gehalten. Zusätzlich war er auch Gastautor für das Black Belt Magazine (USA), „JK Fan“ (Japan) sowie „Traditional Karate“ (England). Aufgrund seiner großen Erfahrung im internationalen Karate, trainieren auch Sportler der Nationalteams unterschiedlicher Länder mit Ohshita Sensei.

Youtube Kanal

Karate Training

Shito Ryu Shukokai bietet dem Trainierenden:

  • Fitness und Gesundheit: Das Training verbessert Flexibilität, Kraft, Koordination und Ausdauer.
  • Stressabbau: Karate verbessert darüber hinaus die Konzentrationsfähigkeit und die Wahrnehmung des eigenen Bewusstseins, wodurch zusätzlich Stress abgebaut wird.
  • Selbstvertrauen: Während alle körperlichen Aktivitäten das Wohlbefinden fördern, legt traditionelles Karate durch das Wiederholen körperlicher und geistiger Übungen einen besonderen Schwerpunkt auf Charakterbildung, Steigerung des Selbstvertrauens und Ausdauer.
  • Selbstverteidigung: Traditionelles Karate ist eine sehr effiziente Form der Selbstverteidigung, weil es sich mehr auf Abwehrfähigkeiten konzentriert als auf sportorientierte Techniken.
  • Mentaler Nutzen: Nicht zuletzt werden durch das Training Selbstdisziplin, Höflichkeit, Respekt, Ausdauer, Demut gefördert.

An der Vienna Music School bieten wir Training für Kinder und Erwachsene aller Leistungsstufen an, aber wir behalten uns vor, Personen vom Training auszuschließen, die wir für ungeeignet halten.

Trainingsinhalte

Das Karate Training im Shito Ryu Karate besteht im Wesentlichen aus:

  • Kihon (Grundschule). Damit sind die grundlegenden Angriffs- und Abwehrtechniken gemeint, sowie Würfe und die Fallschule.
  • Kumite (Kampf). Bezeichnet sowohl Wettkampf- als auch Trainingsformen in den japanischen Kampfkünsten. Kumite ist ein Teil der olympischen Wettkämpfe.
  • Kata (Formen). Die Kata enthält die Techniken des Karate in chiffrierter Form, welche der Übende dadurch lernen kann.
  • Bunkai („Analyse). Hier werden die in der Kata enthaltenen Techniken sowohl dechiffriert als auch für die Anwendung in der Selbstverteidigung geübt. Die daraus resultierende Umwandlung der Bunkai zur praktischen Anwendung wird „Oyo“ genannt.

Trainingszeiten in der VMS

Mittwoch: coming soon

Freitag: coming soon

Probetraining

Sie haben Interesse an einem Probetraining mit Masataka Ohshita oder Fragen zum Karate Training? Kontaktieren Sie uns unter 0664 320 17 41 oder office@viennamusicschool.at. Ein erstes Training können Sie auch unter Probetraining vereinbaren.

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